Spielbericht E4: VfB Frohnhausen vs. ESC 06 (3:5)

Deutliche Niederlagen in den letzten Wochen, viele Ausfälle durch Verletzungen oder private Termine und dann noch ein Auswärtsspiel beim souveränen Tabellenführer – eigentlich sprach nichts für die Tornados, als sie sich am Samstag zur Helmut-Rahn-Sportanlage aufmachten. VfB Frohnhausen hieß der Gegner. Und die hatten in den ersten drei Partien der Rückrunde sage und schreibe 39 Tore erzielt. Aber genau diese vermeintliche Chancenlosigkeit wollten die Tornados ausnutzen und den übermächtigen Gegner möglichst lange ärgern. Die Angreifer doppeln, nicht zum Abschluss kommen lassen, bei Ballgewinn schnell das Mittelfeld überbrücken und, wann immer möglich, den Abschluss suchen, hatte Trainer Sebastian seinen Kickern aufgetragen.

Die ersten Minuten des Spiels verliefen recht ereignislos. Der ESC presste ab der Mittellinie und ließ die Gegner nicht in Tornähe kommen. Und dennoch stand es plötzlich 0:1. Einmal war es dem VfB gelungen die Abwehr zu überspielen. Janis konnte einen Schuss aus spitzem Winkel nur prallen lassen und ein Frohnhauser Angreifer vollstreckte.

Wer aber dachte, dass der ESC nun zusammenbrach sah sich getäuscht. Ganz im Gegenteil. Besonders Theo wurde immer mutiger und suchte ständig den direkten weg zum Tor. In der 12. Minute setzte er sich gegen drei Gegenspieler durch und knallte den Ball aus der Distanz an den linken Innenpfosten, von wo er leider nicht ins Tor, sondern aus dem Tor zurück sprang. Dieser Knaller war wie ein Weckruf. Die Tornados wurden nun immer mutiger und spielten frech über Juri und Jakob nach vorne, die immer wieder Theo suchten. In der 17. Minute setzte sich dieser erneut stark durch, aber diesmal ließ er sich die Chance nicht nehmen und netzte zum mittlerweile verdienten 1:1 ein. Man merkte förmlich, wie dieses Tor den Tornados immer mehr Selbstbewusstsein gab, während der VfB immer unzufriedener wurde. Das lief so gar nicht wie geplant…

Sebastian reagierte und brachte mit Titus einen weiteren Angreifer. Nur wenige Minuten später sollte sich dies auszahlen. Wieder setzte sich Theo durch, spielte den Ball scharf in die Mitte und Titus vollstreckte artistisch zum 2:1. Nun ließ sich der ESC tiefer fallen und hinten nichts mehr zu. Spätestens bei den sehr aufmerksamen Abwehrspielern Bartosz und Matteo war für die VfB -Offensive Endstation.

Nur nicht direkt nach der Pause einen Gegentreffer bekommen hieß die Devise, die in der Halbzeit ausgegeben wurde. Den Gegner weiter ärgern und die Lust am Spiel nehmen. Zumindest theoretisch… Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn tauchte ein VfB Angreifer plötzlich mutterseelenallein dem ESC Tor auf. Janis stürzte aus dem Tor und konnte den ersten Schuss zwar per Glanzparade parieren, aber beim Nachschuss war er machtlos. Doch wie schon in Durchgang eins ließen sich die Tornados durch Rückschläge nicht aus der Ruhe bringen. Der quirlige Ramin erkämpfte sich in des Gegners Hälfte den ball, bediente Theo mustergültig und der vollstreckte mit viel Übersicht zum 3:2.

Nun ging es hin und her. Zunächst kamen die Frohnhauser zum erneuten Ausgleich, doch wieder hatten die Tornados die richtige Antwort. Der starke Juri spielte mit Ramin Titus frei und dieser erzielte das viel umjubelte 4:3.
Jetzt galt es Ruhe ins Spiel zu bringen. Sebastian brachte dafür Emily in Spiel, die immer wieder die Abwehrspieler des VfB im Spielaufbau störte. Da Bartosz und Matteo sehr hoch verteidigten und immer wieder geschickt mit Jakob die Positionen tauschten, kamen die technisch starken Frohnhauser kaum noch zu Chancen. Stattdessen aber die Tornados. Janis führte einen Abschlag schnell aus und Ramin tauchte allein vor dem generischen Kasten auf, konnte den Ball aber nicht über die Linie bugsieren. Dann setzte Matteo zu einem seiner Sturmläufe an, passte zu Theo und der – nachdem er noch zwei Gegner umspielte – schlenzte den Ball zum 5:3.

Die Entscheidung!

Den Rest spielte der ESC souverän von der Uhr und ließ sich dann völlig zurecht von den mitgereisten Fans feiern. Der Sieg war ein Sieg der Einstellung. Die Tornados haben alles aus ihren Mitteln herausgeholt und verdient den Tabellenführer gestürzt.